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Weiterführung der obligatorischen Versicherung im Ausland

Wer in einem Nicht-Vertragsstaat für einen Schweizer Arbeitgeber arbeitet, kann weiterhin in der AHV, IV, EO und Arbeitslosenversicherung versichert bleiben, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Diese drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Lohnauszahlung durch einen Arbeitgeber in der Schweiz. Dieser entrichtet Beiträge auch auf einem allfälligen weiteren Lohn, den ein ausländisches Unternehmen bezahlt.
  • Mindestens fünf Jahre ununterbrochen obligatorisch oder freiwillig versichert: entweder unmittelbar vor Aufnahme der Erwerbstätigkeit im Ausland oder unmittelbar vor Ablauf der Entsendung.
  • Einverständnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das Gesuch um Weiterführung der obligatorischen Versicherung ist der Ausgleichskasse des Arbeitgebers einzureichen. Spätester Termin: Sechs Monate nach dem Tag, an dem der Arbeitnehmer die Voraussetzungen für die Weiterführung der obligatorischen Versicherung erfüllt.

Die freiwillige Weiterführung der obligatorischen Versicherung ermöglicht Arbeitnehmenden, die in einen Nicht-Vertragsstaat entsandt werden, den Versicherungsschutz in der Schweiz aufrechtzuerhalten. Sie nehmen damit eine mögliche Doppelversicherung in Kauf.

Was ist ein Nicht-Vertragsstaat?

Ein Staat ohne Sozialversicherungsabkommen mit der Schweiz, also kein EU-Staat, kein EFTA-Staat und kein Vertragsstaat (siehe Arbeitnehmende im Ausland unten). 
 

Alternative für Versicherte im Ausland ohne Schweizer Arbeitgeber

Schweizerinnen und Schweizer sowie Bürgerinnen und Bürger eines EU- oder EFTA-Staates, die ausserhalb der EU und EFTA Wohnsitz nehmen, können unter bestimmten Voraussetzungen der freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung beitreten.