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Hausangestellte: Was gibt es sonst noch zu wissen?

Wenn Sie eine Raumpflegerin oder eine Haushaltshilfe beschäftigen, sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge abzurechnen und die obligatorische Unfallversicherung abzuschliessen.

Gut zu wissen

Für Beschäftigte in einem Privathaushalt (z. B. Putzfrau) gibt es keinen Freibetrag. Vielmehr ist jeder Lohn AHV-pflichtig. Ausgenommen sind seit 2015 sogenannte Sackgeldjobs.

Wieso muss ich meine Hausangestellte gegen Unfälle versichern?
Als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber Ihrer Hausangestellten sind Sie gesetzlich verpflichtet, eine obligatorische Unfallversicherung abzuschliessen. Ausnahme: Wenn Ihre Raumpflegerin eine eigene Reinigungsfirma besitzt und von ihrer Ausgleichskasse als Selbständigerwerbende anerkannt ist, handelt es sich nicht um ein Arbeitsverhältnis.

Meine Hausangestellte ist über ihre Krankenkasse gegen Unfall versichert. Warum muss ich sie trotzdem gegen Unfall versichern?
Sobald ein Arbeitsverhältnis besteht, ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine obligatorische Unfallversicherung abzuschliessen. Wenn Ihre Hausangestellte bei Ihnen weniger als acht Stunden in der Woche arbeitet, beschränkt sich die Versicherung auf Berufsunfälle und Berufskrankheiten. Ab acht Wochenstunden müssen Sie ihre Hausangestellte auch gegen Nichtberufsunfälle versichern. Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Obligatorische Unfallversicherung.

Meine Hausangestellte arbeitet hauptberuflich bei einem anderen Arbeitgeber und ist dort gegen Unfälle versichert. Muss ich sie trotzdem gegen Unfall versichern?
Ja. Sie sind auf jeden Fall verpflichtet, eine Unfallversicherung abzuschliessen. Die Versicherungspolice lautet auf den Namen des Arbeitgebers und lässt sich im Schadenfall nicht übertragen.

Muss ich meiner Hausdienstangestellten Beiträge an die zweite Säule (BVG) bezahlen?
Wenn der Bruttolohn höchstens CHF 21'150.00 pro Kalenderjahr beträgt, ist er nicht BVG-pflichtig. Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Anschlusspflicht BVG.

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