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Unfallversicherung

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Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Beschäftigten gegen Unfall und Berufskrankheit zu versichern. Ob ein Arbeitnehmer bereits über einen anderen Arbeitgeber oder privat unfallversichert ist, spielt keine Rolle.

Obligatorische Unfallversicherung (UVG): Antwort auf die häufigsten Fragen

   

Alle Arbeitnehmenden in der Schweiz sind gegen Unfall und Berufskrankheit versichert. Die obligatorische Unfallversicherung (UVG) übernimmt nach Unfällen und bei Berufskrankheiten die Kosten für medizinische Behandlung und leistet finanzielle Unterstützung.

Wer mindestens acht Stunden pro Woche arbeitet, ist nicht nur gegen Berufsunfall und Berufskrankheit versichert, sondern auch gegen Nichtberufsunfall.

Wer ist obligatorisch versichert?

Versichert sind alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden. Dazu gehören auch:

  • Volontärinnen und Volontäre
  • Praktikantinnen und Praktikanten 
  • Lernende (auch „Schnupperlehrlinge“)
  • Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter
  • Beschäftigte in einem Privathaushalt

Was gilt bei Beschäftigung im Privathaushalt?

Privathaushalte, die zum Beispiel eine Putzfrau oder einen Babysitter beschäftigen, sind als Arbeitgeber verpflichtet, diese gegen Berufsunfall und Berufskrankheit zu versichern. Wenn das Arbeitspensum acht Stunden pro Woche oder mehr beträgt, ist auch eine Versicherung gegen Nichtberufsunfall obligatorisch. Ausgenommen sind einzig sogenannte Sackgeldjobs: Löhne bis CHF 750.00 pro Arbeitnehmer und Kalenderjahr, sofern der Arbeitnehmer im betreffenden Kalenderjahr höchstens 25-jährig wird und keine Sozialversicherungsbeiträge verlangt. Der Arbeitnehmer ist trotzdem versichert. Bei Unfall oder Berufskrankheit erhebt die Ersatzkasse UVG vom Privathaushalt eine Ersatzprämie.

Was müssen Arbeitgebende tun?

Wenn ihr Betrieb nicht schon von Gesetzes wegen bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert ist, sind sie verpflichtet, ihre Arbeitnehmenden zu versichern: bei einem Privatversicherer, einer Krankenkasse oder einer öffentlichen Unfallversicherungskasse. Wer einen Betrieb übernimmt, muss innert 14 Tagen den bisherigen Versicherer benachrichtigen.

Wer trägt die Prämien?

Der Arbeitgeber trägt die gesamten Versicherungsprämien für Berufsunfall und -krankheit (BU). Die Prämien für Nichtberufsunfall (NBU) darf er vom Lohn des Arbeitnehmers abziehen. Im Jahr 2016 sind Bruttojahreslöhne bis CHF 148‘200.00 versichert.

Keine Prämien bei geringfügigen Löhnen

Arbeitgebende (nicht Privathaushalte), die ausschliesslich geringfügige Löhne bezahlen – höchstens CHF 2300.00 pro Arbeitnehmer und Kalenderjahr – sind nicht verpflichtet, UVG-Prämien zu leisten. Ihre Arbeitnehmenden sind trotzdem versichert. Bei Unfall oder Berufskrankheit erhebt die Ersatzkasse UVG vom Arbeitgeber eine Ersatzprämie. Ausgenommen sind Arbeitgebende im Kulturbereich (Tanz- und Theaterproduzenten, Orchester, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen, Schulen im künstlerischen Bereich): Sie sind in jedem Fall verpflichtet, UVG-Prämien zu leisten.