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Aufhorchen

Nehmen Sie Ihre Sorge ernst.

Sie sorgen sich, ob Ihr Schüler, Ihre Schülerin den Weg in eine erfolgreiche Ausbildung und weiter ins Berufsleben alleine bewältigen kann. Ihre Sorge ist der Ausgangspunkt für weitere Abklärungen. Inwiefern gefährdet die Situation der Schülerin, des Schülers die Ausbildung? Mögliche Ursachen sind nicht immer eindeutig zu erkennen: psychosoziale Probleme, Adoleszenzkrisen, familiäre Belastungen, körperliche oder kognitive Einschränkungen, Verhaltensauffälligkeiten, schleichend beginnende psychische Erkrankungen, ADHS, Autismus und andere.

Unsere Empfehlung:

  • Nehmen Sie Ihre Sorge ernst.
  • Halten Sie Ihre Beobachtungen fest.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Lehrpersonen aus, die den Schüler, die Schülerin kennen.
  • Klären Sie, ob Handlungsbedarf besteht: Sind gesundheitliche Abklärungen notwendig? Generelle Anzeichen für gesundheitliche Probleme finden Sie hier.

Jugendliche, Jugendlichen ansprechen

Sprechen Sie mit dem Schüler, der Schülerin über Ihre Sorge.

Jugendliche sind sich der eigenen Situation oft nicht bewusst. In einem offenen Gespräch mit dem Schüler, der Schülerin kann die Lehrperson Klarheit schaffen: Wo ist das Problem? Welche Auswirkungen auf die Ausbildung sind zu erwarten?

Unsere Empfehlung:

  • Sprechen Sie den Schüler, die Schülerin frühzeitig und möglichst konkret auf Ihre Beobachtungen an. Fragen Sie nach seiner oder Ihrer Einschätzung.
  • Machen Sie deutlich, welche Schwierigkeiten Sie beim Einstieg in die Arbeitswelt befürchten.
  • Betonen Sie, dass es Unterstützung gibt und dass Sie gemeinsam eine passende Lösung finden wollen.
  • Kündigen Sie ein Elterngespräch an.

Eltern ansprechen

Beziehen Sie die Eltern ein.

Die Einschätzungen von Lehrpersonen und Eltern können weit auseinanderliegen. Die Erfahrung zeigt, dass Lehrpersonen die Sorge um die Zukunft des Kindes sehr deutlich formulieren müssen, um gehört zu werden.

Oft haben Eltern Vorbehalte gegenüber medizinischen Abklärungen und einer allfälligen Unterstützung durch die SVA Zürich. Es ist entscheidend, auf Ängste und Vorurteile der Eltern einzugehen. Je früher Sie die Situation ansprechen, desto mehr Zeit haben die Eltern, sich mit Ihrer Einschätzung auseinanderzusetzen. So wird es einfacher, ein gemeinsames Vorgehen zu finden.

Unsere Empfehlung:

  • Vereinbaren Sie ein Elterngespräch.
  • Erklären Sie die Situation. Beschreiben Sie Ihre Beobachtungen und insbesondere ihre Sorge klar und deutlich: Welche konkreten Auswirkungen auf die berufliche Zukunft des Schülers, der Schülerin vermuten Sie? Machen Sie deutlich, dass es Ihnen um das Wohl der Schülerin, des Schülers geht. Fragen Sie nach der Einschätzung der
    Eltern. Haben allenfalls schon Abklärungen stattgefunden?
  • Gehen Sie auf Ängste und Vorbehalte der Eltern ein. Beschreiben Sie, wie die Unterstützung für das Kind aussehen könnte. Unsere Informationen für Eltern können Sie dabei unterstützen.

Planen

Erstellen Sie gemeinsam einen Plan.

Planen Sie das weitere Vorgehen zusammen mit den Eltern, denn ihre Zustimmung ist entscheidend für alle weitere Massnahmen. Vermuten Sie gesundheitliche Probleme bei einem Jugendlichen, lassen Sie dies medizinisch abklären. Die IV-Stelle kann nur tätig werden, wenn bestätigt ist, dass der Jugendliche aufgrund seines Gesundheitszustands zusätzliche Unterstützung benötigt.

Unsere Empfehlung:

  • Planen Sie das weitere Vorgehen schriftlich, analog zum schulischen Standortgespräch. Halten Sie dabei konkrete Ziele und die nächsten Schritte fest. Setzen Sie mit den Eltern einen fixen Termin für jeden Schritt fest.
  • Vermuten Sie gesundheitliche Ursachen? Nehmen Sie medizinische Abklärungen in die Planung auf. Mögliche Anlaufstellen sind: Hausarzt, Schularzt, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Schulpsychologischer Dienst.
  • Lassen Sie den Plan von allen Beteiligten unterzeichnen und vereinbaren Sie den nächsten Besprechungstermin.

Unterstützen

Leiten Sie die passende Unterstützung in die Wege.

Ihre Abklärungen haben Klarheit über die Situation des Jugendlichen geschaffen. Dementsprechend können Sie geeignete Massnahmen in die Wege leiten.

Unsere Empfehlung:

  • Bei medizinischen Ursachen: Unterstützen Sie die Eltern bei der IV-Anmeldung und dem Zusammenstellen der nötigen Beilagen. Der ideale Zeitpunkt für die IV-Anmeldung ist Mitte der zweiten Oberstufe, also rund eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn. Erklären Sie den Eltern, worauf Sie bei der Anmeldung achten müssen: Hinweise zur IV-Anmeldung
  • Liegt keine gesundheitliche Ursache vor, empfehlen Sie alternative
    Unterstützungsangebote: Die öffentliche Berufsberatung und insbesondere Netz 2 helfen, das richtige Angebot zu finden. Eine andere Möglichkeit sind Brückenangebote wie ein Berufsvorbereitungsjahr oder ein Motivationssemester.
  • Immer wieder gehen wichtige Informationen bei Übergängen verloren. Klären Sie mit den Eltern, wie künftige Ausbildner oder Lehrpersonen an der Berufsschule die notwendigen Informationen erhalten.

Kontakt

Wir beraten Sie gerne.

Region Stadt Zürich und Bezirk Meilen

Region Winterthur, Andelfingen und Zürcher Oberland

Region Bezirk Horgen, Knonaueramt und Zürcher Unterland

Veranstaltung für Lehrpersonen der Zürcher Oberstufe: Information zum IV-Unterstützungsangebot

Der Berufseinstieg kann mitunter Stolpersteine bergen. Um diese frühzeitig zu erkennen und aus dem Weg zu räumen, lädt die SVA Zürich Lehrpersonen der Oberstufe zur Informationsveranstaltung ein. Aufgrund des grossen Interesses führt die SVA Zürich dieses Jahr zwei Veranstaltungen durch.

Der Einstieg ins Berufsleben ist ein grosser Schritt für junge Menschen. Noch grösser, wenn Schwierigkeiten im Verhalten oder krankheitsbedingte Einschränkungen vorliegen. Damit der Einstieg gelingt, müssen diese Jugendlichen rechtzeitig unterstützt werden. Deshalb ist es zentral, dass Lehrpersonen hinschauen und bei Auffälligkeiten wissen, was sie tun können.

Praxisorientiert und konkret

An der Veranstaltung informieren Fachpersonen der IV-Berufsberatung, wie die IV funktioniert und wie Lehrpersonen handeln können, wenn sie Besonderheiten im Verhalten von Schülerinnen und Schülern feststellen. Nach den Referaten gibt es genügend Zeit für persönliche Gespräche mit Beraterinnen und Beratern der SVA Zürich.

Veranstaltungen 2019 und Anmeldung

Ort: SVA Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich

  • Dienstag, 28. Mai 2019, 16.30 bis 18 Uhr
  • Donnerstag, 7. November 2019, 16.30 bis 18 Uhr 

Sie sind Lehrerin, Lehrer an einer Regelschule oder bei einem Brückenangebot im Kanton Zürich und möchten an einer Veranstaltung der SVA Zürich teilnehmen? Melden Sie sich bitte online an.