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Wer hat Anspruch auf Familienzulagen?

Nichterwerbstätige, die für Kinder unter 16 Jahren sorgen oder junge Erwachsene in Ausbildung unterstützen, haben Anspruch auf Familienzulagen. Die kantonalen Gesetze regeln die Bedingungen.

Im Kanton Zürich haben Nichterwerbstätige Anspruch auf Familienzulagen, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • steuerbares Einkommen der direkten Bundessteuer höchstens CHF 42’300.00
  • obligatorisch in der AHV versichert und beitragspflichtig
  • kein Bezug von Ergänzungsleistungen

Nichterwerbstätige haben keinen Anspruch auf Familienzulagen, wenn jemand anders als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer bzw. Selbständigerwerbende oder Selbständigerwerbender die Zulagen für das betreffende Kind beziehen kann (siehe "Eine Zulage pro Kind").

Spezialfall: Arbeitslosen-Taggeld und Familienzulagen

Hat die Mutter oder der Vater Anspruch auf Taggeld der Arbeitslosenversicherung und ist der andere Elternteil nicht erwerbstätig, sind die Familienzulagen nicht bei der SVA Zürich zu beantragen, sondern direkt bei der zuständigen Arbeitslosenkasse.
Diese Regelung gilt auch für Stiefkinder.

Familienzulagen sind möglich für:

  • leibliche oder adoptierte Kinder
  • Stiefkinder, die überwiegend im gemeinsamen Haushalt leben oder bis zur Mündigkeit gelebt haben
  • Pflegekinder, die unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung aufgenommen sind
  • Geschwister und Enkelkinder, für deren Unterhalt die oder der Nichterwerbstätige überwiegend aufkommt

Für Kinder im Ausland gelten besondere Bestimmungen.

Wenn das Erwerbseinkommen des Kindes höher ist als CHF 28'200.00 pro Jahr, besteht kein Anspruch auf eine Ausbildungszulage.

Eine Zulage pro Kind

Pro Kind ist nur eine Zulage möglich. Wenn mehrere Personen infrage kommen, die Zulage zu beantragen, gilt diese Reihenfolge:

  1. wer erwerbstätig ist
  2. wer die elterliche Sorge hat oder bis zur Mündigkeit des Kindes hatte
  3. wer überwiegend mit dem Kind zusammenlebt oder bis zur Mündigkeit zusammengelebt hat
  4. wer im Wohnsitzkanton des Kindes Zulagen beziehen kann
  5. wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hat
  6. wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit hat

Habe ich Anspruch auf Familienzulagen? – Diese Online-Abfrage gibt Auskunft.

Meldepflicht

Änderungen der persönlichen, finanziellen oder beruflichen Verhältnisse, die den Anspruch auf Familienzulagen beeinflussen, sind der Familienausgleichskasse umgehend mitzuteilen.

Wer gilt als nichterwerbstätig?

Wie hoch sind die Familienzulagen?

Im Kanton Zürich bestehen die Familienzulagen aus altersabhängigen Kinderzulagen und Ausbildungszulagen von monatlich CHF 200.00 oder CHF 250.00.

Monatliche Zulagen je nach Alter und Situation des Kindes

bis vollendetes 12. Altersjahr Kinderzulage CHF 200.00
vollendetes 12. bis vollendetes 16. Altersjahr, bei Erwerbsunfähigkeit bis vollendetes
20. Altersjahr
Kinderzulage CHF 250.00
in Ausbildung
vollendetes 16. bis höchstens vollendetes
25. Altersjahr
Ausbildungszulage CHF 250.00

Familienzulagen für Nichterwerbstätige: Wie anmelden?

Nichterwerbstätige im Kanton Zürich schicken das Anmeldeformular mit allen Belegen der SVA Zürich.

Verjährung

Nachforderung und Rückerstattung von Familienzulagen sind auf fünf Jahre beschränkt. Anspruch und Leistung richten sich nach den jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen.

Familienzulagen: Wie funktioniert die Auszahlung?

Nichterwerbstätige erhalten die Familienzulagen von ihrer Familienausgleichskasse.

Die Familienausgleichskasse zahlt Nichterwerbstätigen die Familienzulagen monatlich aus.

Familienzulagen für Nichterwerbstätige: Was gilt für Kinder im Ausland?

Schweizerinnen und Schweizer sowie Bürgerinnen und Bürger eines EU-Mitgliedslandes erhalten für Kinder in einem EU-Mitgliedsland Familienzulagen.
Nationalität des bezugsberechtigten Elternteils Kind lebt in Familienzulagen
Schweiz EU (Kroatien seit 1.1.2017)
EFTA (seit 1.1.2016)
ja
übriges Ausland nein
EU
(Kroatien seit 1.1.2017)
EU (Kroatien seit 1.1.2017) ja
übriges Ausland nein
EFTA
(ohne Schweiz) 
EFTA (seit 1.1.2016) ja 
übriges Ausland  nein 
übrige Staaten  Ausland  nein 

Wer finanziert die Familienzulagen für Nichterwerbstätige?

Im Kanton Zürich finanziert ausschliesslich der Kanton die Familienzulagen für Nichterwerbstätige.

Familienzulagen für Nichterwerbstätige: Was gilt als Ausbildung?

Ausbildungszulagen gibt es für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und höchstens 25 Jahren in der Lehre oder im Studium.

Als Ausbildung gilt:

  • der Besuch von Schulen oder Kursen, die der Allgemeinbildung oder der Berufsbildung dienen, zum Beispiel ein Hochschulstudium
  • jede Tätigkeit zur systematischen Vorbereitung auf eine Erwerbstätigkeit, zum Beispiel eine Berufslehre
  • ein Sprachaufenthalt im Ausland mit Schulbesuch

Keine Ausbildungszulage gibt es für Jugendliche und junge Erwachsene,

  • wenn sie zur Hauptsache erwerbstätig sind und nebenbei eine Schule oder Kurse besuchen
  • wenn ihr jährliches Erwerbseinkommen höher ist als CHF 28'200.00
    (bis 31.12.2014: CHF 28'080.00)

Erstmals Ausbildungszulagen beantragen

Wer zum ersten Mal Ausbildungszulagen beantragt, schickt das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular mit den dort erwähnten erforderlichen Beilagen seiner Ausgleichskasse.

Ausbildungszulagen verlängern

Für die Verlängerung von Ausbildungszulagen genügt es, eine Änderungsmeldung auszufüllen und mit einer Ausbildungsbestätigung (z. B. Lehrvertrag, Schulbestätigung, Immatrikulationsbestätigung) seiner Ausgleichskasse zu schicken.

Um Ausbildungszulagen für Studierende zu verlängern, genügt der SVA Zürich ab dem zweiten Studiensemester eine Kopie der Immatrikulationsbestätigung, auf der die AHV-Nummer des zulagenbeziehenden Elternteils notiert ist.