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Was gibt es zu Familienzulagen sonst noch zu wissen?

Familienzulagen sollen Familien finanziell entlasten. Die Mittel dazu stammen vor allem von den Arbeitgebenden, zu einem kleineren Teil von Bund und Kantonen.

Familienzulagen basieren auf dem Solidaritätsprinzip. Alle Arbeitgebenden, die Beiträge an AHV, IV und EO leisten, sind verpflichtet, Beiträge in Form von Lohnprozenten an eine Familienausgleichskasse zu bezahlen. Ob sie Arbeitnehmende mit Anspruch auf Familienzulagen beschäftigen, spielt keine Rolle. Den Beitragssatz bestimmt die Familienausgleichskasse.

Seit 2013 sind auch alle Selbständigerwerbenden verpflichtet, Beiträge auf das AHV-pflichtige Einkommen an die Familienausgleichskasse ihrer AHV-Ausgleichskasse zu leisten. Ob sie Familienzulagen beziehen, spielt keine Rolle. Einkommensanteile über CHF 148'200.00 sind beitragsfrei. Den Beitragssatz bestimmt die Familienausgleichskasse.

Arbeitnehmende, deren Arbeitgeber nicht beitragspflichtig ist, sind verpflichtet, selber Beiträge in Form von Lohnprozenten an eine Familienausgleichskasse zu bezahlen. Ob sie Familienzulagen beziehen, spielt keine Rolle.

Die Familienzulagen für Nichterwerbstätige finanziert im Kanton Zürich der Kanton.

Unterschiede von Kanton zu Kanton

Der Bund bestimmt seit 2009, wer welche Familienzulagen erhält. Dies sind Mindestvorgaben. Die Kantone können den Anspruch auf weitere Personen ausdehnen sowie zusätzliche und höhere Zulagen vorschreiben. Die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Revision des Bundesgesetzes hat Beitragspflicht und Anspruch auf Selbständigerwerbende ausgedehnt.

Der Kanton Zürich führte die gesetzlichen Familienzulagen 1959 ein und passte sie per 1. Januar 2009 an die Vorgaben des Bundes an. Seither erhalten die Zulagen auch Nichterwerbstätige und Arbeitnehmende, deren Arbeitgeber nicht beitragspflichtig ist. Per 1. Januar 2013 erfolgte die jüngste Anpassung der kantonalen Bestimmungen an die gleichentags in Kraft getretene Revision des Bundesgesetzes.

Besondere Bestimmungen für die Landwirtschaft

Die Familienzulagen für selbständigerwerbende Landwirtinnen und Landwirte finanzieren zu zwei Dritteln der Bund und zu einem Drittel die Kantone. An die Zulagen für Arbeitnehmende leisten die Arbeitgebenden Beiträge: 2 Prozent auf AHV-pflichtige Bar- und Naturallöhne in landwirtschaftlichen Betrieben. Den Restbetrag übernehmen zu zwei Dritteln der Bund und zu einem Drittel die Kantone. Die kantonalen AHV-Ausgleichskassen nehmen die Beiträge der Arbeitgebenden ein und zahlen die Familienzulagen aus.

Die Schweiz führte die Familienzulagen in der Landwirtschaft 1953 ein und passte sie per 1. Januar 2009 dem neuen Bundesgesetz über die Familienzulagen an.