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Wer hat Anspruch auf Familienzulagen?

Arbeitnehmende, die für Kinder unter 16 Jahren sorgen oder junge Erwachsene in Ausbildung unterstützen, haben Anspruch auf Familienzulagen.

Anspruch auf Familienzulagen haben Arbeitnehmende mit einem AHV-pflichtigen Einkommen von mindestens CHF 7110.00 pro Jahr bzw. CHF 592.00 pro Monat. Hat jemand mehrere Arbeitgebende, zählt das gesamte Erwerbseinkommen.

Arbeitnehmende mit einem tieferen Einkommen haben im Kanton Zürich nur Anspruch auf Familienzulagen, wenn sie die folgenden drei Voraussetzungen erfüllen:

  • steuerbares Gesamteinkommen der letzten rechtskräftigen Veranlagung der direkten Bundessteuer nicht höher als CHF 42'660.00 (ohne Familienzulagen)
  • kein Bezug von Ergänzungsleistungen
  • Wohnsitz im Kanton Zürich

Familienzulagen sind möglich für:

  • leibliche oder adoptierte Kinder
  • Stiefkinder, die überwiegend im gemeinsamen Haushalt leben oder bis zur Mündigkeit gelebt haben
  • Pflegekinder, die unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung aufgenommen sind
  • Geschwister und Enkelkinder, für deren Unterhalt die Arbeitnehmenden überwiegend aufkommen

Für Kinder im Ausland gelten besondere Bestimmungen.

Wenn das Erwerbseinkommen des Kindes höher ist als CHF 28'440.00 pro Jahr, besteht kein Anspruch auf Ausbildungszulagen.

Eine Zulage pro Kind

Pro Kind ist nur eine Zulage möglich. Wenn mehrere Personen infrage kommen, die Zulage zu beantragen, gilt diese Reihenfolge:

  1. wer erwerbstätig ist
  2. wer die elterliche Sorge hat oder bis zur Mündigkeit des Kindes hatte
  3. wer überwiegend mit dem Kind zusammenlebt oder bis zur Mündigkeit zusammengelebt hat
  4. wer im Wohnsitzkanton des Kindes Zulagen beziehen kann
  5. wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hat
  6. wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit hat

Habe ich Anspruch auf Familienzulagen? – Diese Online-Abfrage gibt Auskunft.

Höhere Zulage im andern Kanton oder Staat

Arbeitet der andere Elternteil in einem Kanton oder Staat, in dem die gesetzlich festgelegten Familienzulagen höher sind, kann er eine Differenzzahlung beantragen.

Meldepflicht

Änderungen der persönlichen, finanziellen oder beruflichen Verhältnisse, die den Anspruch auf Familienzulagen beeinflussen, sind dem Arbeitgeber oder der zuständigen Familienausgleichskasse umgehend mitzuteilen.