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Härtefall-Regelung für Selbständigerwerbende

Anspruch haben Selbständigerwerbende, die ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen durften, aufgrund der Situation aber dennoch in finanzielle Notlage geraten sind. Sie können den Erwerbsausfall jetzt geltend machen.

Entschädigung wegen Erwerbseinbussen: Wann und wie?


Die Härtefall-Regelung gilt für Selbständigerwerbende, die ihren Betrieb nicht schliessen mussten, aber aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen einen Erwerbsausfall erleiden.

Voraussetzung für den Bezug der Corona-Erwerbsersatzentschädigung ist, dass für das Jahr 2019 ein AHV-pflichtiges Jahreseinkommen zwischen 10'000 Franken und 90'000 Franken bei der Ausgleichskasse abgerechnet wurde. (Art. 2 Abs. 3bis COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall)

Für welchen Zeitraum besteht Anspruch auf Entschädigung?
Neu: Vom 17. März bis zum 16. September 2020. Wenn Sie bereits einen Antrag eingereicht haben, brauchen Sie nichts zu tun. Wir verlängern den Anspruch automatisch bis zum 16. September 2020 (Verordnungsänderung vom 1. Juli 2020).

Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent Ihres durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens aber CHF 196.00 pro Tag. Basis für die Berechnung ist die aktuellste AHV-Beitrags­verfügung des Jahres 2019.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Wenn Sie Mitglied unserer Ausgleichskasse sind, beantragen Sie sie bei uns mit diesem Formular. Wenn Sie bei einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind, ist jene zuständig.
Eingabefrist: Sie müssen Ihren Antrag bis spätestens am 16. September 2020 eingereicht haben.


Hier finden Sie alle Ausgleichskassen im Überblick:

 

Selbständigerwerbende: Betriebsschliessung

Wenn Sie aufgrund der Verordnung des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus Ihren Betrieb schliessen mussten, haben Sie Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbsausfall.

Entschädigung wegen Betriebsschliessung: Wann und wie?


Die Entschädigungen via AHV-Ausgleichskasse erfolgen gemäss den Verordnungen des Bundesrates. Kantonale Bestimmungen sind nicht anwendbar.

Für die Entschädigung gilt kein Höchstalter: Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, besteht auch im Rentenalter Anspruch darauf.

Welche Betriebe mussten aufgrund der Verordnung des Bundesrates geschlossen werden?
Öffentlich zugängliche Einrichtungen, namentlich:

  • Einkaufsläden und Märkte
  • Restaurationsbetriebe
  • Barbetriebe sowie Diskotheken, Nachtclubs und Erotikbetriebe
  • Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe: Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Schwimmbäder, Wellnesszentren, Skigebiete, botanische und zoologische Gärten und Tierparks
  • Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios und Kosmetik (Art. 6 Abs. 2 COVID-19-Verordnung 2)

Von der angeordneten Schliessung sind ausgenommen:
(vollständige Liste siehe Art. 6 Abs. 3 COVID-19-Verordnung 2)

  • Lebensmittelläden und sonstige Läden (z. B. Kioske, Tankstellenshops), soweit sie Lebensmittel oder Gegenstände für den täglichen Bedarf anbieten
  • Imbiss-Betriebe (Take-away), Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Restaurations­betriebe für Hotelgäste
  • Apotheken, Drogerien und Läden für medizinische Hilfsmittel (z. B. Brillen, Hörgeräte)
  • Tankstellen
  • Werkstätten für Transportmittel
  • Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler, Kliniken und Arztpraxen sowie Praxen und Einrichtungen von Gesundheitsfachpersonen nach Bundesrecht und kantonalem Recht
  • Hotels

Bekomme ich auch eine Entschädigung, wenn ich nicht zu den oben aufgeführten Betrieben gehöre, die schliessen mussten?
Es ist möglich, dass Sie aufgrund der neuen Härtefall-Regelung für Selbständigerwerbende (seit 16. April 2020) den Anspruch für den Erwerbsausfall geltend machen können.

Ich bin Taxifahrer und habe massive Umsatzeinbussen. Kann ich Entschädigung beantragen?
Ja. Wenn Sie aufgrund der Coronakrise einen Erwerbsausfall zu beklagen haben, können Sie den Anspruch auf die Entschädigung mit der neuen Härtefall-Regelung für Selbständigerwerbende (seit 16. April 2020) stellen.  

Für welchen Zeitraum besteht Anspruch auf Entschädigung?
Neu:
Vom 17. März bis zum 16. September 2020. Wenn Sie bereits einen Antrag eingereicht haben, brauchen Sie nichts zu tun. Wir verlängern den Anspruch automatisch bis zum 16. September 2020. (Verordnungsänderung vom 1. Juli 2020).

Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent Ihres durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens aber CHF 196.00 pro Tag. Basis für die Berechnung ist die aktuellste AHV-Beitrags­verfügung des Jahres 2019.

Gibt es die Entschädigung auf jeden Fall?
Wenn Sie bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Wenn Sie Mitglied unserer Ausgleichskasse sind, beantragen Sie sie bei uns mit diesem Formular. Wenn Sie bei einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind, ist jene zuständig.
Eingabefrist: Sie müssen Ihren Antrag bis spätestens am 16. September 2020 eingereicht haben.  

Wegfall Fremdbetreuung für Kinder

Wenn Eltern mit Kindern unter 12 Jahren sowie Eltern von gesundheitlich beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen zwischen 12 bis 20 Jahren die Erwerbstätigkeit unterbrechen mussten, weil die Fremdbetreuung ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet war, haben sie Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbsausfall.

Entschädigung wegen Kinderbetreuung: Wann und wie?

Eine Entschädigung für Erwerbsausfall aufgrund Kinderbetreuung, ist möglich für:

  • Eltern mit Kindern unter 12 Jahren
  • Eltern von gesundheitlich beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 20 Jahren

Der Betreuungsbedarf muss auf Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zurückzuführen sein, wie z. B. die Schliessung von Schulen, Krippen oder Sonderschulen. Wenn Sie Ihre Kinder selber nicht mehr in die externe Kinderbetreuung schicken (z.B. in die Kita), obwohl die Betreuung weiterhin möglich wäre, haben Sie keinen Anspruch auf eine Entschädigung.
 

Gibt es die Entschädigung auch für Arbeit zu Hause (Home-Office)?
Wenn die Arbeit von zu Hause aus erfolgen kann (Home-Office) und kein Erwerbsausfall vorliegt, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Kann aufgrund der Kinderbetreuung im Home-Office nicht mehr das ganze Arbeitspensum geleistet werden und kommt es dadurch zu einem Erwerbsausfall, so kann Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz entstehen. Der Erwerbsausfall muss jedoch belegt werden. Dieser Nachweis muss beispielsweise anhand einer Bestätigung des Arbeitgebers (z.B. Pensumsreduktion) erfolgen.

Ausserdem müssen Sie zum Zeitpunkt des Erwerbsunterbruchs in der Schweiz gewohnt oder in der Schweiz erwerbstätig gewesen sein.

Wann beginnt und wann endet der Anspruch auf Entschädigung?
Er beginnt am 4. Tag, an dem alle Voraussetzungen erfüllt sind, also frühestens am 19. März 2020, da die Schulen in der Schweiz offiziell seit dem 16. März 2020 geschlossen sind. Der Anspruch endet, wenn Sie eine Betreuungslösung gefunden haben oder spätestens am 5. Juni 2020, ausser es besteht ein nachweisliche Einschränkung im Schulbetrieb beziehungsweise der Betreuungsstätte. Für selbständigerwerbende Eltern endet der Anspruch, wenn 30 Taggelder ausbezahlt worden sind.
Bei Teilzeitarbeit besteht der Anspruch auf Entschädigung nur für die regulären Arbeitstage.  

Gibt es die Entschädigung auch während der Schulferien?
Wenn die Schule während der Ferien üblicherweise keine Betreuung anbietet, besteht in dieser Zeit kein Anspruch auf Entschädigung. Ausnahme: Wenn die für die Schulferien geplante Betreuung nicht möglich ist (zum Beispiel die Betreuung durch die zur Risikogruppe gehörenden Grosseltern), haben Sie Anspruch auf die Entschädigung. 

Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent Ihres durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens aber CHF 196.00 pro Tag. Basis für die Berechnung ist die aktuellste AHV-Beitrags­verfügung des Jahres 2019.

Haben beide Eltern Anspruch auf die Entschädigung?
Jeder Elternteil, der die Voraussetzungen erfüllt, hat Anspruch auf die Entschädigung. Pro Arbeits­tag wird sie aber nur einmal ausbezahlt, da die Kinderbetreuung von einem Elternteil allein bewältigt werden kann.  

Gibt es die Entschädigung auf jeden Fall?
Wenn Sie bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Wenn Sie Mitglied unserer Ausgleichskasse sind, beantragen Sie sie bei uns mit diesem Formular. Wenn Sie einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind, ist jene zuständig.
Wichtiger Hinweis: Sie müssen Ihren Antrag bis spätestens am 16. September 2020 eingereicht haben.

Erhalten auch meine Angestellten eine Entschädigung für die Kinderbetreuung?
Ja, mehr dazu unter Angestellte.   

 

Quarantäne

Wenn Sie die Erwerbstätigkeit unterbrechen mussten, weil Sie ärztlich oder behördlich angeordnet in Quarantäne gehen mussten, haben Sie Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbsausfall.

Entschädigung wegen Quarantäne: Wann und wie?

Diese Entschädigung richtet sich an Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber aufgrund von Kontakt mit einer positiv getesteten Person respektive einem Verdachtsfall in Quarantäne sind oder aber aus einem Risikogebiet zurück in die Schweiz eingereist sind und von den Behörden unter Quarantäne gestellt wurden.

Für die Entschädigung gilt kein Höchstalter: Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, besteht auch im Rentenalter Anspruch darauf.

Anspruch auf Entschädigung besteht nur bei ärztlich oder behördlich angeordneter Quarantäne. Eine Selbst-Isolation genügt nicht.  

Gibt es die Entschädigung auch für Arbeit zu Hause (Home Office)?
Wenn die Arbeit von zuhause aus erfolgen kann (Home-Office) und kein Erwerbsausfall vorliegt, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Ausserdem müssen Sie zum Zeitpunkt des Erwerbsunterbruchs in der Schweiz gewohnt oder in der Schweiz erwerbstätig gewesen sein. 

Wann beginnt und wann endet der Anspruch auf Entschädigung?
Er beginnt am Tag, an dem alle Voraussetzungen erfüllt sind, frühestens am 17. März 2020. Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber, wenn 10 Taggelder ausbezahlt worden sind. Die Taggelder müssen während einer zusammenhängenden Periode bezogen werden.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent Ihres durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens aber CHF 196.00 pro Tag. Basis für die Berechnung ist die aktuellste AHV-Beitrags­verfügung des Jahres 2019.

Gibt es die Entschädigung auf jeden Fall?
Wenn Sie bereits Leistungen einer Krankentaggeldversicherung beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Wenn Sie Mitglied unserer Ausgleichskasse sind, beantragen Sie sie bei uns mit diesem Formular. Wenn Sie einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind, ist jene zuständig.
Wichtiger Hinweis: Sie müssen Ihren Antrag bis spätestens am 16. September 2020 eingereicht haben.

Abgesagte Veranstaltungen

Wenn Sie wegen des vom Bundesrat angeordneten Verbots Veranstaltungen absagen mussten, haben Sie Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbsausfall: als Veranstalter, Lieferantin, Messebauer, Technikerin oder Künstler.

Entschädigung wegen des Veranstaltungsverbots: Wann und wie?


Eine Entschädigung für Erwerbsausfall aufgrund geplanter Veranstaltungen, die wegen des Veranstaltungsverbots abgesagt werden mussten, ist möglich für:

  • Selbständigerwerbende Veranstalter
  • Selbständigerwerbende Zulieferer: z. B. Catering
  • Sellbständigerwerbende Dienstleister: z. B. Messebauer, Licht- und Tontechniker, Zeltbauer
  • Freischaffende Künstlerinnen und Künstler: z. B. Musiker, Autoren

Für die Entschädigung gilt kein Höchstalter: Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, besteht auch im Rentenalter Anspruch darauf.

Welche Voraussetzungen gelten?
Der Erwerbsausfall muss aufgrund der Verordnung des Bundesrates entstanden sein (Art. 6 Abs. 1 COVID-19-Verordnung 2). Kantonale Richtlinien und freiwilliger Verzicht ergeben keinen Anspruch.

Wann beginnt und wann endet der Anspruch auf Entschädigung?
Vom 17. März bis zum 16. September 2020. Wenn Sie bereits einen Antrag eingereicht haben, brauchen Sie nichts zu tun. Wir verlängern den Anspruch automatisch bis zum 16. September 2020 (Verordnungsänderung vom 1. Juli 2020).

Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent Ihres durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens aber CHF 196.00 pro Tag. Basis für die Berechnung ist die aktuellste AHV-Beitrags­verfügung des Jahres 2019.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Wenn Sie Mitglied unserer Ausgleichskasse sind, beantragen Sie die Entschädigung bei uns mit diesem Formular. Wenn Sie bei einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind, ist jene zuständig.
Eingabefrist: Sie müssen Ihren Antrag bis spätestens am 16. September 2020 eingereicht haben.

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