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Welche Beiträge bezahlen Arbeitnehmende eines Arbeitgebers mit Sitz im Ausland (ANOBAG)?

Wer in der Schweiz für einen Arbeitgeber mit Sitz ausserhalb der EU/EFTA arbeitet, bezahlt die Beiträge an AHV, IV und EO selber, weil der Arbeitgeber keiner Beitragspflicht unterliegt.

Gleiches gilt für einen in der Schweiz obligatorisch versicherten Arbeitnehmer, der für seinen Arbeitgeber mit Sitz in der EU/EFTA die Beitragspflicht übernimmt, sowie für einen in der Schweiz wohnhaften Arbeitnehmer, der trotz obligatorischer Versicherung im Ausland noch freiwillig Beiträge bezahlt.

Nicht beitragspflichtig sind z. B. Botschaften und Konsulate eines anderen Staates und ausländische Firmen ohne Geschäftssitz in der Schweiz. Wer in der Schweiz wohnt und für einen solchen Arbeitgeber arbeitet, ist obligatorisch versichert und hat die Sozialversicherungsbeiträge selber zu bezahlen. Anders lautende Bestimmungen in den Staatsverträgen bleiben vorbehalten.

Beginn der Beitragspflicht

Erwerbstätige sind beitragspflichtig ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag. Wer beispielsweise am 15. März 2017 17 Jahre alt geworden ist, bezahlt Beiträge ab dem 1. Januar 2018.

Ende der Beitragspflicht

Die Beitragspflicht dauert bis zum Ende des Monats, in dem Frauen den 64. Geburtstag bzw. Männer den 65. Geburtstag haben und damit das ordentliche Rentenalter erreichen. Wer länger arbeitet, bleibt beitragspflichtig, solange er erwerbstätig ist.

Beiträge hängen vom Lohn ab

Die Beiträge an AHV, IV und EO betragen 10,25 Prozent des massgebenden Lohnes. Dazu kommen ein fixer prozentualer Beitrag an die Arbeitslosenversicherung, ein von der Familienausgleichskasse abhängiger prozentualer Beitrag an die Familienzulagen sowie ein prozentualer Verwaltungskostenbeitrag.

  Arbeitnehmer
AHV/IV/EO 10.25%
Arbeitslosenversicherung:
Beitrag auf Monatslohn bis CHF 12'350.00 bzw. Jahreslohn bis CHF 148'200.00
2.2%
Arbeitslosenversicherung:
Beitrag auf Monatslohnanteil
über CHF 12'350.00 
bzw. auf Jahreslohnanteil
über CHF 148'200.00
1.0%
Familienzulagen je nach Familienausgleichskasse
Verwaltungskostenbeitrag je nach Ausgleichskasse, höchstens 5% der AHV/IV/EO-Beiträge