home_pic_1

Datenschutz: Datensammlungen der SVA Zürich

Die SVA Zürich nimmt die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen sehr ernst. Sie erfasst und bearbeitet Daten von Kundinnen und Kunden auf der Grundlage des Gesetzes über die Information und den Datenschutz (IDG) des Kantons Zürich.

Die SVA Zürich arbeitet mit drei Kernprozessen und verschiedenen Supportprozessen (vgl. Prozessorganisation). Die Supportprozesse sammeln – abgesehen von den unten aufgeführten Fällen – grundsätzlich keine eigenen Informationen, deren Schutz von allgemeinem Interesse wäre.

Die Mitarbeitenden der SVA Zürich haben nur insoweit Zugriff auf die Datensammlungen (Informationsbestände), als es für die jeweilige Leistungserbringung erforderlich ist. Die Nachvollziehbarkeit der Zugriffe ist gewährleistet.

Kernprozess IV-Leistungen festlegen

In diesem Kernprozess geht es um die individuelle Abklärung und Beurteilung der Gesundheits- und Erwerbssituation versicherter Personen (Festsetzung des IV-Grades). Am Anfang des Prozesses steht immer die Frage: Was braucht die betroffene Person, damit sie wieder arbeiten kann?

Die Eingliederungsfachleute aus diesem Kernprozess begleiten Erwachsene nach längerer oder kürzerer Krankheit an den angestammten oder einen neuen Arbeitsplatz zurück und Jugendliche, die in geschütztem Rahmen ausgebildet wurden, in die freie Wirtschaft.

Innerhalb dieses Kernprozesses arbeiten Eingliederungsberatung, Berufsberatung und Sachbearbeitung eng zusammen. Sie werden vom Abklärungsdienst und der Rechnungsbearbeitung unterstützt. Der Regionale Ärztliche Dienst als Supportprozess beurteilt die medizinischen Voraussetzungen. Die Prozesslinie Hilfsmittel bearbeitet alle Anträge für Hilfsmittel und Hilflosenentschädigungen.

Erfasste Daten
Identifikationsdaten:  
AHV-Nummer, Name, Frauenname, Vorname, Geburtsdatum
Versichertendaten: Geschlecht, Zivilstand, Nationalität, Heimatort, bevormundet, Eltern, Kinder
Kontaktdaten: Postanschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Rechtsvertreter (Rechtsanwälte, Treuhänder usw.), Adressen der Lieferanten wie Ärzte, Arbeitgebende, Gutachter
Gesundheitsdaten: Befunde/Diagnosen

Kernprozess Versicherungsbeiträge einziehen

Administration und Arbeitgeberberatung sind die zwei grossen Aufgabengebiete dieses Kernprozesses.

Die Administration umfasst zunächst die Bemessung der Sozialversicherungsbeiträge der Unternehmen – AHV-, IV-, ALV-, EO-Beiträge usw. –, die Rechnungsstellung und die Kontrolle der Zahlungseingänge. Im Weiteren verbucht sie die von den Arbeitgebenden einbezahlten AHV/IV-Beiträge auf die Individuellen Konten der Versicherten. Das Team der Arbeitgeberrevision ist für die Prüfung der Abrechnung zuständig und führt bei den Unternehmen regelmässig Revisionen durch. Bei Neumitgliedern überprüft die Ausgleichskasse den Anschluss des Unternehmens an eine Einrichtung der obligatorischen beruflichen Vorsorge.

Zu diesem Kernprozess gehört auch die Bearbeitung der Anmeldungen und die Durchführung der Berechnungen im Bereich der Erwerbsersatzordnung, der Mutterschaftsentschädigung und der Familienzulagen.

Im Weiteren werden hier die Anträge für die Anerkennung selbständiger Erwerbstätigkeit entgegengenommen und sorgfältig geprüft. Die Phase der Unternehmensgründung ist meist mit vielen Fragen verbunden. Dank ihrer vernetzten Kundenberatung kann die SVA Zürich jungen Firmen wertvolle Dienste leisten.

Erfasste Daten
Identifikationsdaten:  
AHV-Nummer, Abrechnungsnummer, Name (resp. Firmenname), Frauenname, Vorname, Geburtsdatum, Zweigstellennummer
Versichertendaten: Geschlecht, Zivilstand, Nationalität, Heimatort, bevormundet, Eltern, Kinder
Firmendaten: Rechtsform, Anzahl Arbeitnehmende, Gesellschafter
Kontaktdaten: Postanschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Rechtsvertreter (Rechtsanwälte, Treuhänder usw.)
Finanzdaten: Einkommen, Vermögen, Lohnsumme, Beiträge, Inkassoinformationen

Kernprozess Versicherungsleistungen ausrichten

Dieser Kernprozess ist ganz auf die individuellen Kundinnen und Kunden ausgerichtet. Hier werden die Anmeldungen für AHV-Renten entgegengenommen, AHV-, IV- und Hinterlassenenrenten, Zusatzleistungen, IV-Taggelder und IPV-Leistungen berechnet, Geldleistungen verfügt und ausbezahlt.

Für die Berechnung der Geldleistungen aus der Invalidenversicherung arbeiten die Kundenberaterinnen und -berater eng mit der Sachbearbeitung des Kernprozesses IV-Leistungen festlegen zusammen.

Unsere Kundenberaterinnen und -berater erstellen auch provisorische und unverbindliche Rentenvorausberechnungen für die Versicherten, damit diese ihre finanzielle Situation im Rentenalter beurteilen können.

Erfasste Daten
Identifikationsdaten:  
AHV-Nummer, Name, Frauenname, Vorname, Geburtsdatum, Zweigstellennummer
Versichertendaten: Geschlecht, Zivilstand, Nationalität, Heimatort, bevormundet, Eltern, Kinder
Firmendaten: Rechtsform, Anzahl Arbeitnehmende, Gesellschafter
Kontaktdaten: Postanschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Rechtsvertreter (Rechtsanwälte, Treuhänder usw.)
Finanzdaten: Einkommen, Vermögen, Lohnsumme, Leistungen (Renten, IV-Taggelder, EO-Taggelder, Mutterschaftsentschädigung, IPV-Leistungen, Zusatzleistungen und Familienzulagen), Inkassoinformationen

Supportprozess-Team Regressdienst

Der Regressdienst hat die Aufgabe, Rentenschäden, die durch Dritte verursacht wurden, von den Verursachern selbst oder von den Haftpflichtversicherungen wieder erhältlich zu machen.

Erfasste Daten
Der Regressdienst verfügt über ein eigenes Fallverwaltungssystem (DDV). Darin sind enthalten: Fallverwaltung, Korrespondenz, Schadensberechnungen, Verlaufsprotokolle (Aktennotizen), Rechnungen, Zahlungen, Listen (Verjährungsliste, Terminierungsliste usw.), SUVA-Regresse. Für die Fallverwaltung werden ansonsten die gleichen Daten verwendet wie in den Kernprozessen IV-Leistungen und Versicherungsleistungen.

Supportprozess-Team BVM (Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs)

Das Team BVM hat die Aufgabe, Fälle von Versicherungsmissbrauch und Versicherungsbetrug aufzudecken.

Erfasste Daten
Für die Datenbearbeitung werden eigene Papierdossiers angelegt. Diese werden nach Abschluss des Verfahrens grundsätzlich eingescannt und ins Kundendossier übernommen. Für die Fallbearbeitung werden ansonsten die gleichen Daten bearbeitet wie im Kernprozess IV-Leistungen festlegen.

Allgemeine Rechtsgrundlagen für die Datensammlung und -bearbeitung

Bundesgesetzgebung
Art. 49a und 50a AHVG sind Referenznormen, auf die in den anderen Gesetzen (IVG, ELG usw.) verwiesen wird. Art. 49a AHVG erlaubt es allen, die mit der Durchführung sowie der Kontrolle oder der Beaufsichtigung der Durchführung der Gesetzgebung betraut sind, die dafür notwendigen Personendaten einschliesslich der besonders schützenswerten Personendaten und Persönlichkeitsprofile zu bearbeiten oder bearbeiten zu lassen, die sie benötigen, um die ihnen vom Gesetz übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Die einzelnen Aufgaben sind nicht abschliessend unter Art. 49a Bst. a bis g aufgeführt. Zu beachten sind auch die Normen des ATSG, insbesondere Art. 32 und 33 ATSG.

Gesetzgebung des Kantons Zürich
Gesetz über die Information und den Datenschutz (IDG) vom 12. Februar 2007 (LS 170.4) sowie die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen.


Seiteninhalt letztmals überprüft: 27. Juli 2017